„Der Schuh des Manitu“ in Berlin

„Grundloses Anschleichen, stundenlanges Spurenlesen und sinnloses Nebeneinander-Reiten“ – Bully Herbigs Film „Der Schuh des Manitu“ brachte fast 12 Mio. Kinogänger zum Tränenlachen und die Kassen zum klingeln, er wurde der bisher erfolgreichste deutsche Kinofilm.
Die Western-Parodie kommt nun von der Leinwand auf die Bühne, sehr zur Freude von Musicalfan Michael Bully Herbig. „Nach sieben Jahren am Marterpfahl werden Abahachi und Ranger nun endlich zum Singen gebracht!“
Am 7. Dezember 2008 wird die Musical-Komödie im Theater des Westens ihre Weltpremiere feiern.

Die Story:
Irgendwo im Wilden Westen: Apachen-Häuptling Abahachi und sein weißer Blutsbruder Ranger reiten durch die Prärie. Schon viel zu lange sind sie auf der Suche nach einem geeigneten Stamm-Lokal für den Stamm der Apachen. Fündig werden sie ausgerechnet dort, wo die Schoschonen schön wohnen. Bereits kurze Zeit später sind sie mit dem geliehenen Gold von Schoschonen-Häuptling Listiger Lurch auf dem Weg zu ihrem neuen Saloon, als sie plötzlich in die Falle des Immobilienmaklers Santa Maria tappen. Ehe sich die beiden Freunde versehen, finden sie sich am Marterpfahl ihres Kreditgebers wieder. Der fiese Banditenchef hat sich nicht nur mit dem Gold aus dem Staub gemacht, sondern auch noch hinterrücks den Schoschonen-Häuptlingssohn Falscher Hase erschossen und die Spur auf Abahachi und Ranger gelenkt. Eine Gesamtsituation, mit der Ranger sehr unzufrieden ist: „Ich hab die Schnauze voll. Seit 16 Jahren immer des gleiche Schema. Jeden zweiten Tag san mir irgendwo gefesselt!“

Doch dann hat Abahachi einen Geistesblitz: Um die Schulden zu bezahlen, muss er nur den Schatz finden, von dem ihm sein Opa Grauer Star früher erzählt hat. Die Schatzkarte wurde damals in vier Teile geteilt. Abahachi erinnert sich, wer neben ihm einen weiteren Teil der Karte besitzt: sein schwuler Zwillingsbruder Winnetouch. Plötzlich lösen sich die Fesseln am Marterpfahl und die beiden Blutsbrüder reiten in Richtung Puder Rosa Ranch – der Beauty-Farm von Winnetouch.

Die Suche nach dem Schatz geht natürlich nicht ohne witzige Verwicklungen vonstatten, Ranger, Abahachi und Winnetouch haben noch einige Abenteuer zu bestehen bis es zum großen Showdown am Schuh des Manitu kommt …

Die Musik:
Die mehr als 25 eigens für das Musical komponierten und getexteten Songs und Orchestermusiken reichen von mitreißenden Broadway-Ensemble-Nummern über romantische Balladen bis hin zu epischen Western-Soundtracks. Das Orchester sitzt dabei während der Vorstellung im Saloon auf der Bühne.

Gut zu wissen:

  • Das Bühnenbild hat nicht den Anspruch mit der Realität zu konkurrieren. Projektionen, Puppen, Lichteffekte und Verfremdung kreieren die perfekte Illusion und Western-Instrumente, rasante Musik, Stunt-Fights und Lasso-Künstler sorgen für lebendiges Wild-West-Feeling zum Anfassen.
  • Bei der Entstehung des Musicals entwickelt sich viel Neues, gleichzeitig bleiben aber der Sprachwitz und die Situationskomik, die den Film zum Kult machen, bestehen.
  • Die Darsteller erhielten ein spezielles Kampftraining und auch Unterricht in schoschonisch und bayrisch.

Gruppenreisen zu Musicals

Fotos: Stage Entertainment; Constantin Film