Lech: Entspannen und feiern, wo Promis Skifahren

Der bekannte Wintersportort Lech am Arlberg ist auch im Sommer ein ideales Reiseziel für Gruppen, die schöne Bergwelt und abwechslungsreiche Feste genießen wollen.

Lech am Arlberg – auf 1.450 Metern Höhe sehr schneesicher gelegen, zieht im Winter Prominente und Wintersportler gleichermaßen an. Doch trotz des mondänen Flairs hat sich Lech einen dörflichen Charakter erhalten, der gerade in den Sommermonaten offensichtlich wird. 2004 zum schönsten Dorf Europas gewählt, punktet Lech in der schneefreien Zeit von Ende Juni bis Anfang Oktober mit 250 km beschilderten Wanderwegen und Brauchtumsfesten, die die Gäste gemeinsam mit den Einheimischen feiern können. „Der Sommer ist ruhiger als der Winter und deshalb genießen die Einheimischen zu dieser Zeit die Tradition, die Dorfgemeinschaft und die Natur. Die Menschen, die uns im Sommer besuchen, erleben echte Sommerfrische und nehmen an einem authentischen Dorfleben teil“, so Tourismusdirektor Gerhard Walter.

Eines der traditionellsten Feste in Lech ist das Dorf-Brückenfest Mitte Juli, bei dem mit viel guter Laune, Musik und exquisiten Spezialitäten der Sommer begrüßt wird. Ein paar Tage später machen sich die Sportlichen auf zum Lecher Gipfelmarathon, Start und Ziel sind der Rüfiplatz. Ende Juli bis Anfang August steht Lech dann ganz im Zeichen der Blasmusik.

Beim 59. Arlberger Musikfest erleben die Zuschauer einen großen Festumzug durch Lech, daran schließt ein Konzert-Marathon der Musikkapellen an. Fest-Konzerte, Wettbewerbe und Auftritte bekannter Gruppe wie der Jetzendorfer Hinterhofmusikanten sorgen für Stimmung. Volksmusik gibt es auch noch mal beim Lecher Musikantentag am 12. September zu hören. Musikgruppen aus ganz Österreich, Deutschland und der Schweiz spielen in verschiedenen Lokalen in Lech. Mit gemütlichen Wanderungen sind die Betriebe miteinander verbunden und zum Abschluss trifft man sich wieder an einem Punkt, um dort gemeinsam zu Musizieren und das Tanzbein zu schwingen.

Da Landschaft und Kultur Vorarlbergs eng mit dem Phänomen Schnee verbunden sind und dieser für die Wirtschaft unentbehrlich ist, widmet das Vorarlberger Landesmuseum der weißen Pracht in diesem Sommer eine Ausstellung. Das Museum lädt in Bregenz und in Lech am Arlberg vom 20. Juni bis zum 4. Oktober zu einem Streifzug durch zweihundert Jahre europäische Kunst- und Kulturgeschichte ein.
Ausgehend von der These „Schnee existiert nicht, er ist eine Erfindung“ untersucht die Schau, wie sehr die Wahrnehmung des Menschen Bedeutung, Beschaffenheit und Erscheinungsbild des Schnees bestimmt. Die Ausstellung will zeigen, dass sich der Blick auf den Schnee und die Einstellung zu ihm im Lauf der Zeit stark wandelte.
Sie setzt mit der Zeit um 1800 ein, als es erstmals zur künstlerischen wissenschaftlichen und touristischen „Eroberung der Gletscher“ kam. Die Berge wurden erklettert, vermessen und gemalt. Die Furcht erregenden, schneebedeckten Gipfel rückten näher an den Menschen heran und wurden zum Objekt der Neugier und des Forscherdrangs. Die Malerei suchte nach einer Wiedergabe der als majestätisch empfundenen Bergwelt. Wenige Jahrzehnte später fand die Kunst mit dem Impressionismus neue Wege, das bisher schnöde Weiß des Schnees in ein funkelndes Farbenmeer zu tauchen.
Hand in Hand damit begann sich die Erfolgsgeschichte des Wintertourismus abzuzeichnen: Schnee wurde zu einem vorerst exklusiven Vergnügen. Seltene Plakate aus der Frühzeit der Tourismuswerbung zeigen den „maskulinen“ und den „mondänen“ Schnee. Auch Film und Fotografie entdeckten das Thema unter dem Aspekt von Skirausch und Geschwindigkeit. Skipioniere wie Hannes Schneider spielten für die Entwicklung des Tourismus in Vorarlberg eine bedeutende Rolle und finden in der Ausstellung ihren entsprechenden Platz. Von Filmmaterial, das erste sportliche Errungenschaften im Schnee belegt, über Urkunden bis hin zu den Sportgeräten selbst wird der Pioniergeist jener Tage in der Schau dargestellt.
So bleibt der Schnee auch im Sommer in Lech präsent.

Fotos: Alex Kaiser; Georg Schnell; Norbert Freudenthaler (2)

Das Spiel auf dem Schnee in Lech

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