Nürnberg: Fränkische Stadt mit Vergangenheit

Vor allem in der Adventszeit kommen jedes Jahr zahlreiche Gruppenreisende nach Nürnberg, denn der Christkindlesmarkt ist weltberühmt. Doch die Stadt hat Besuchern das ganze Jahr über sehr viel zu bieten. Eines ihrer Wahrzeichen ist die Kaiserburg, die weithin sichtbar über der Stadt thront. Im Mittelalter gehörte sie zu den bedeutendsten Anlagen, sämtliche Kaiser des Heiligen Römischen Reiches weilten zeitweise in ihr. Die reich geschmückten Kaiserzimmer können heute besichtigt werden. Unter der Burg befinden sich teilweise bis zu vier Etagen von Felsengängen und -kellern, die Touristen ebenfalls erkunden können. Für Gruppen werden in den unterirdischen Gewölben Führungen angeboten.

Eine kleine Stadt für sich, in der Besucher in die Vergangenheit eintauchen können, ist der Handwerkerhof Nürnbergs. Umgeben von Teilen der mittelalterlichen Stadtbefestigung, liegt diese Attraktion inmitten der Stadt, gleich gegenüber dem Hauptbahnhof. Bei einem Bummel durch die kleinen Gassen, Werkstätten und Läden dieser Nürnberger Sehenswürdigkeit können Gruppenreisende viel entdecken. Handwerker wie Puppenmacher, Silberschmiede, Töpfer und Lebkuchenbäcker gehen in den schmucken Fachwerkhäusern ihrer Handwerkskunst nach und freuen sich über Gäste. Auch für Stärkung ist im Handwerkerhof gesorgt: Deftige fränkische Spezialitäten wie die Nürnberger Bratwurst, Bier oder Frankenwein werden den hungrigen und durstigen Besuchern kredenzt.

Auch Albrecht Dürer ist eng mit Nürnberg verbunden. In dem Haus, das der Künstler bewohnte und in dem er arbeitete, befindet sich heute eine Ausstellung. Sie präsentiert auf anschauliche Weise in der Maler- und Druckwerkstatt die künstlerischen Techniken, die in der Dürer-Zeit möglich waren. Gruppenreisende können entweder eine Führung mit einer Schauspielerin im historischen Kostüm buchen, oder sie lassen sich per Audioguide durch das Dürer-Haus in Nürnberg geleiten.

Einen Skandal löste in der jüngeren Vergangenheit der Brunnen „Ehekarussell“ in Nürnberg aus. Die von Jürgen Weber gestalteten Figuren erzählen das Gedicht „Das bittersüße eheliche Leben“ von Hans Sachs nach – von der Verliebtheit über den ersten Streit bis zur Trennung durch den Tod. Als der Brunnen 1984 aufgestellt wurde, löste er aufgrund seiner deutlichen Darstellung und seiner hohen Kosten heftige Meinungsverschiedenheiten bei Nürnbergs Politkern und der Bevölkerung aus. Bei einem Stadtrundgang können sich Gruppenreisende ein eigenes Bild davon machen.

Auch viele Museen laden in Nürnberg zu interessanten Besuchen ein. Im Germanischen Nationalmuseum befindet sich die größte Ausstellung deutscher Kultur und Kunst und das DB Museum ist das älteste Eisenbahnmuseum Deutschlands. 500 Jahre Postgeschichte zeigt das Museum der Kommunikation und im „Turm der Sinne“ geht es um Wahrnehmung und Sinnestäuschung. Eine große Vielfalt, die es ermöglicht, ein abwechslungsreiches Gruppenreise-Programm für Nürnberg zusammenzustellen. 

Gruppenreisen nach Nürnberg