Seit 2004 präsentieren die Bregenzer Festspiele jedes Jahr im Februar in Lech am Arlberg Ausschnitte aus der Oper, die im Sommer auf der Seebühne gezeigt wird. „Das Spiel auf dem Schnee ist ein Beweis dafür, dass die grandiose Stimmung von Oper unter freiem Himmel auch bei Eis und Schnee das Publikum verzaubert“, so Michael Diem, kaufmännischer Direktor der Bregenzer Festspiele.
Ob See- oder Schneebühne – die Verantwortlichen der Bregenzer Festspiele sind absolute Spezialisten, wenn es darum geht, Opernaufführungen unter freiem Himmel und an außergewöhnlichen Orten in Szene zu setzen.
Für „Aida – Liebestod in Lech“ im Februar 2009 wurden 1.600 Kubikmeter Schnee für die Zuschauertribüne aufgeschüttet und aus Eis und Schnee eine Pyramide erbaut, die in ihrem Inneren einiges an Technik birgt. So zum Beispiel einen Aufzug, der – von einer Handkurbel bedient – dafür sorgt, dass die Pharaotochter Amneris bei der letzten Szene von der Spitze aus zusehen kann, wie Radames und Aida in dem eisigen Grabmal sterben.
Nach der Schnee-Premiere Anfang Februar, wird die Wüstenoper „Aida“, die 1871 zum ersten Mal uraufgeführt wurde, im Juli und August 2009 auf die Seebühne in Bregenz kommen. Man darf heute schon gespannt darauf sein, mit welcher eindrucksvollen Bühne Bühnenbildner Paul Brown und Regisseur Graham Vick das Bild von Ägypten am Bodensee erstehen lassen.
Foto: Lechner Echoverlag