Osnabrück – Tradition und Moderne in einer pulsierende Universitätsstadt

Osnabrück bietet Gruppen einen Mix aus Kultur, Geschichte, Natur und lebendigem Stadtleben. In der Universitätsstadt und Stadt des Westfälischen Friedens verbinden sich Tradition und Moderne miteinander - auf historischen Plätzen pulsiert das Leben.
 
OsnabrückAuf Schritt und Tritt begegnet den Gästen die Geschichte des Westfälischen Friedens, der 1648 den Dreißigjährigen Krieg beendete und der der 1.200 Jahre alten Stadt ihren Platz in den Geschichtsbüchern sicherte. Im ehrwürdigen Friedenssaal im historischen Rathaus zeugen Bildnisse der europäischen Gesandten von der Bedeutung des Ereignisses. Jährlich erinnert das Steckenpferdreiten an den Friedensschluss.

Dem Sohn der Stadt und Autoren des Antikriegsromans „Im Westen nichts Neues“, Erich Maria Remarque, ist das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum gewidmet, das sich neben dem Werk des Schriftstellers in Ausstellungen mit Krieg und Kultur beschäftigt.
In den Blickpunkt des internationalen Interesses rückte Osnabrück 1998 mit dem Bau des Felix-Nussbaum-Hauses nach den Plänen des Stararchitekten Daniel Libeskind. Mit dem Museum setzte die Stadt nicht nur dem von den Nazis ermordeten gebürtigen Osnabrücker und Künstler Nussbaum ein Denkmal. Die eigenwillige Museumsarchitektur und die weltweit größte Sammlung der Werke Nussbaums hinterlassen bei Besuchergruppen einen bleibenden Eindruck.

Als Einkaufsmetropole ist Osnabrück das richtige Ziel für Shoppingfans einer Reisegruppe, die Vielfalt und das Besondere suchen. Das lebendige Treiben in der Fußgängerzone mit modernen Shoppingcentern lockt ebenso Besucher an wie die schmucken Gässchen der Altstadt, in der sich Kunsthandwerker und Galerien aneinanderreihen. In den Sommermonaten finden die Osnabrücker Samstage statt, die mit Kultur und Kleinkunst das Programm auf den Straßen bereichern.

Anziehungspunkt für viele Besuchergruppen aus ganz Deutschland sind die herausragenden Veranstaltungen, die jährlich in der Stadt stattfinden. „Umsonst und draußen“ ist das Motto der Maiwoche, bei der rund 100 Musiker und Bands auf den zahlreichen Bühnen in der Innenstadt auftreten. Ein beliebtes Ausflugsziel im Winter ist der historische Weihnachtsmarkt, der mit dem weltgrößten funktionstüchtigen Nussknacker und der sechs Meter hohen, größten Spieluhr der Welt festliche Stimmung herbeizaubert.

Ausflugstipps Osnabrück

Felix-Nussbaum-Haus: Das Museum, entworfen von dem renommierten amerikanischen Architekten Daniel Libeskind, beherbergt die weltweit größte Sammlung des 1944 in Auschwitz ermordeten jüdischen Künstlers und Sohn der Stadt, Felix Nussbaum.

Kulturgeschichtliche Museum: In einem neoklassizistischen Gebäude von 1889 untergebracht,  ist es das älteste Museum Osnabrücks. Neben einer Dauerausstellung zur Stadtgeschichte zeigt es eine umfangreiche Grafiksammlung Albrecht Dürers sowie ständig wechselnde Ausstellungen.

Kunsthalle Dominikanerkirche: Einer der schönsten Ausstellungsräume Norddeutschlands, die zeitgenössische Kunst präsentiert. Gleichzeitig ist sie Schauplatz des jährlich stattfindenden bekannten European Media Art Festivals mit experimentellen Filmen, Videos und Installationen.

Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum: Dem berühmten Sohn der Stadt, dem Autoren Remarque gewidmet, klärt es über das Schaffen des Schriftstellers auf.

Museum am Schölerberg: In der Dauerausstellung zum Thema Boden „unter.Welten“ kann die Welt unter den Füßen erkundet werden.

Museum Industriekultur: Wo vor 100 Jahren in der Steinkohlenzeche Piesberg der "Schwarze Diamant" gewonnen wurde, zeigt das Museum die Entwicklung Osnabrücks von der Ackerbürgerstadt des 18. Jahrhunderts bis zum modernen Industrie- und Wirtschaftsstandort der Gegenwart. Das 19. Jahrhundert ist Schwerpunktthema des Museums. Wer mag, kann 30 Meter im gläsernen Fahrstuhl unter Tage fahren und einen freigelegten Bergwerkstollen durchwandern.

Rathaus des Westfälischen Friedens: Der Bau des historischen Rathauses im spätgotischen Stil dauerte mehr als ein Vierteljahrhundert und fand seinen Abschluss 1512. Wie auch im benachbarten Münster wurde hier der Westfälische Friede ausgehandelt, der dem Dreißigjährigen Krieg 1648 ein Ende setzte.

Osnabrücker Schloss: Das ehemals fürstbischöfliche Schloss – eines der frühesten Barockschlösser in Deutschland – wurde von Ernst August I. und seiner Gemahlin Sophie von der Pfalz 1668 errichtet. Im zweiten Weltkrieg ausgebrannt und anschließend als modernes Gebäude in historischer Fassade wieder aufgebaut, wird es heute von der Universität genutzt. Sehenswert sind auch der stilvoll gestaltete Schlossgarten, die Schlossterrasse mit ihren Statuen sowie die Wasserspiele.

Dom Sankt Peter: Die Kathedralkirche des Bistums Osnabrück zählt zu den Meisterwerken spätromanischer Baukunst. Der erste Dom wurde 785 geweiht. Nach einem Brand um 1100 wurde auf
den Resten der Mauern des zweiten Doms das dritte Gotteshaus mit dem mächtigen achteckigen Vierungsturm errichtet. 

Botanischer Garten der Universität Osnabrück: Der Botanische Garten der Universität Osnabrück bietet seit 1984 seinen Besuchern auf einer Gesamtfläche von 8,6 Hektar einen Querschnitt durch die Pflanzenwelt der Erde.

Museum und Park Kalkriese: Der Ort der Varusschlacht, seit dem 16. Jahrhundert ein Mythos, ist entdeckt: Archäologische Forschung brachte seit Ende 1989 im kleinen Ort Kalkriese bei Bramsche, nördlich von Osnabrück, mehr als 6.000 Funde ans Tageslicht. 

Backstubenführung: In der Traditionsbäckerei Justus werden über 25 verschiedene Brotsorten nach alten Hausrezepten noch per Hand gebacken. Gruppen können den Bäckern über die Schulter schauen und sich in der Backstube mit Kaffee und Kuchen stärken.

Gruppenreisen nach Osnabrück