Rostock und Warnemünde – attraktive Hansestadt mit eigenem Seebad

Rostock, eine ehemalige Stadt der Hanse, ist heute die größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern und gilt als Tor zur Ostsee. Zahlreiche Kunstdenkmäler und Zeitzeugen norddeutscher Backsteingotik, die älteste Universität im Ostseeraum und viele nationale und internationale Events machen Rostock und sein Seebad Warnemünde zu einem beliebten Reiseziel für Gruppen.

Warnemünde glänzt mit kilometerbreiten feinen Sandstränden und vielen maritimen Highlights und gehört mit zu den wichtigsten Kreuzfahrthäfen Deutschlands. 2008 beispielsweise erwartet man 116 Schiffe mit ca. 160.000 Passagieren aus aller Welt.

Rostocks größte und bedeutendste Kirche ist St. Marien. Querschiff und Langhaus der kreuzförmigen Basilika sind gleich lang und betonen den wuchtigen und geschlossenen Eindruck dieser gotischen Kirche, deren Bau Mitte des 13. Jahrhunderts begann. Zur kostbaren Ausstattung gehören u. a. die Astronomische Uhr mit Apostelumgang von 1472.

117 Meter hoch ist der Turm von St. Petri am Hochufer der Warnow, der über die Jahrhunderte Landmarke für die Seeleute und Fischer war. Ein Fahrstuhl führt heute zur Aussichtsplattform in 44 Metern Höhe. 1994 wurde der im Zweiten Weltkrieg zerstörte gotische Turmhelm wieder aufgebaut.

Das Rathaus von Rostock entstand zwischen 1270 und 1290 als zweigeschossiges Doppelgiebelhaus mit Gewölbekeller und wurde im Mittelalter auch als Kaufhaus genutzt. Das Rathaus ist seit dem 13. Jahrhundert Sitz der Stadtverwaltung und vereint unterschiedliche Stilelemente: Die gotische Schauwand mit sieben Türmen erhielt Anfang des 18. Jahrhunderts einen barocken Vorbau. Sehenswert sind vor allem Ratskeller und Rathaushalle.

Das Zisterzienser-Nonnenkloster zum Heiligen Kreuz ist eine komplett erhaltene Rostocker Klosteranlage und heute Sitz des Kulturhistorischen Museums Rostock. Klosterkirche, Kreuzgang und Refektorium gehören zu den ältesten Gebäuden des Klosters. Die Legende erzählt, die dänische Königin Margarete habe es 1270 gestiftet. Das Kloster überstand die Reformation noch bis 1562 und wurde dann Damenstift. Die schlichte Klosterkirche wird als Universitätskirche genutzt und kann von Gruppen beim Museumsbesuch besichtiget werden.

Das Katharinenstift war ursprünglich eine Klosteranlage des Franziskanerordens und beherbergt heute die Hochschule für Musik und Theater Rostock. Beispielgebend ist das Zusammenspiel von alter und neuer Architektur. Das Gebäudeensemble aus dem 13. und 14. Jahrhundert war nach der Reformation u. a. Armenhaus, Lazarett oder Altenheim.

Mit reichem Terrakotta-Schmuck entstand das Universitäts-Hauptgebäude 1867 im Stil der italienischen Renaissance. Der repräsentative Bau der 1419 gegründeten Universität ist bereits der dritte an dieser Stelle, der dem Universitätsplatz im Herzen der Innenstadt seinen Namen gab. Auf einer Tour sollte man sich den Barocksaal und das benachbarte ehemalige großherzogliche Palais ansehen, die an die Aufenthalte mecklenburgischer Herzöge in der Stadt erinnern.

Das prächtigste der einst 22 Stadt- und Wassertore von Rostock ist das Kröpeliner Tor. Die Geschichtswerkstatt Rostock e.V. betreibt hier ein Stadtgeschichtliches  Begegnungszentrum und gestaltet in dem sechsgeschossigen Tor auch Ausstellungen und Torführungen für Gruppen auf Anfrage.

Große Teile der Rostocker Stadtbefestigung, die das mittelalterliche Rostock einst umschloss, sind noch heute erhalten und können bei einem Stadtbummel entdeckt werden. Vom Kröpeliner Tor bis zur Schwaanschen Straße erstreckt sich das mit 450 Metern längste Stück der Stadtmauer. Das Steintor ist durch moderne Stelen optisch wieder mit der Stadtmauer verbunden. Als einziges Strandtor ist das klassizistische Mönchentor erhalten.

Die ehemalige Warnemünder Hafeneinfahrt ist heute Fischerei- und Seglerhafen in einem. Hier starten Hafenrundfahrten und Fahrten in See. Entlang des Alten Stromes erstreckt sich bis zur Westmolle die Flaniermeile Am Strom mit reizvollen Kapitäns- und Fischerhäusern. Gemütliche Kneipen, Cafés und Boutiquen laden die Gäste zur Rast ein. Auch der Warnemünder Fischmarkt gegenüber ist einen Besuch wert.

Wer sich einen Überblick über Rostock verschaffen möchte, der sollte den 32 Meter hohen und in den Jahren 1897/98 erbaute Leuchtturm aus weiß glasierten Ziegelsteinen erklimmen. Von Ostern bis in den Herbst hinein hat man von den Galerien des Turmes einen herrlichen Rundblick auf Warnemünde, die Ostsee, Strand und Hafeneinfahrt ein.
 

 

Gruppenreisen nach Rostock