Vom 12. bis 25. November findet in Dresden die Schacholympiade statt. Anlässlich dieses Ereignisses lädt das Dresdner Völkerkundemuseum zu einer Ausstellung rund um das „königliche Spiel“ ein.
„Das Schach und seine asiatischen Verwandten" heißt die Sonderausstellung, die Besucher von Mitte Oktober 2008 bis zum 19. April 2009 in die farbenprächtige Welt der Brett- und Strategiespiele eintauchen lässt. Dabei ist Mitmachen angesagt. An Spieltischen kann man sein Glück, Geschick und strategisches Können unter Beweis stellen und verschiedene asiatische Spiele und deren europäische Varianten ausprobieren.
Die Schachkultur stammt aus dem asiatischen Raum. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts lehrte ein gefangener Slavenfürst die ihn bewachenden Bauern in Halberstadt das Schachspielen. Das war der Anfang für die Verbreitung des Schachs in Europa.
Die Ausstellung führt die Besucher u. a. nach Südostasien und Indonesien, wo die traditionellen Schach-Varianten bis heute Teil der Volkskultur sind. Auch das chinesische „Elefantenspiel" wird vorgestellt sowie Spiele aus Sibirien, der Mongolei und Japan.
Das unter dem Namen Paschisi bekannte Würfelspiel gilt als Nationalspiel Indiens und ist der Vorläufer unseres Mensch-ärgere-dich-nicht.
Begleitend zur Ausstellung gibt es Vorträge, Lesungen und ein museumspädagogisches Programm, bei dem eine Schachfigur selbst modelliert oder ein Paschisi-Spiel gebastelt werden können.
Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.